postprandialer Stoffwechsel

(m) Plasmastoffwechsel nach →Nahrungsaufnahme, vor allem von →Kohlenhydraten und →Lipoproteinen. Man unterscheidet den postprandialen Stoffwechsel vom postabsorptiven Stoffwechsel (= Stoffwechsel des Nüchternzustandes), der die Phase nach beendeter Resorption von Nahrungsbestandteilen beschreibt. Die Dauer des postprandialen Stoffwechsels nach oraler Kohlenhydratbzw. Fettaufnahme ist verschieden: Je nach zugeführter … Weiterlesen …

Kachexie

(f) Synonym: Kachexia Zustand der Auszehrung bzw. des Kräfteverfalls. Allgemein handelt es sich um eine Atrophie mit Abnahme des →Körpergewichts um mehr als 20 %. Genauer spricht man von Kachexie bei einem →BMI < 19 kg/m2.

Cholesterinester-Transfer-Protein

(n) Synonyme: CETP, Cholesterinester-Exchange-Protein, Cholesterintransfer-Protein, Exchange/ Transfer-Protein, Lipid-Transfer-Protein Hepatisch produziertes Protein (Molekulargewicht: 74 000 Dalton), das im Plasma den Transfer von Cholesterinestern aus den →HDL zu →VLDL und →LDL bewirkt. Da über VLDL und LDL eine beträchtliche Menge von Cholesterin zur Leber zurückfließt, wird auf … Weiterlesen …

Hautfaltendickemessung

(f) Bei der Hautfaltendickemessung unterscheidet man zwischen →Fettmasse (FM) und →fettfreier Masse (FFM) bei der →Körperzusammensetzung. Die FM besteht aus Depot- und Strukturfett, die FFM setzt sich aus 73–75 % Wasser, 2–3 % essenziellen Lipiden (z. B. den Phospholipiden der Zellmembran) und 20 % festen … Weiterlesen …

Gewichtszunahme

(f) Zunahme des Gesamtkörpergewichts entweder physiologisch während des Wachstums oder pathologisch durch vermehrte Kalorienzufuhr, diverse Erkrankungen sowie verminderten Bewegungsumfang Tab. 14. Primäre Adipositas (alimentär, idiopathisch) Psychische Störungen Bulimie Andere psychische Erkrankungen Endokrinologische Erkrankungen Cushing-Syndrom Hypothyreose Diabetes mellitus Insulinom HVL-Insuffizienz Hypothalamische Fettsucht (Tumor, Entzündung, Traumen) Pseudohypoparathyreoidismus … Weiterlesen …

Binge Eating Disorder

(f) Synonym und Abkürzung: BED Störung des Essverhaltens mit wiederkehrenden Essanfällen. Hier fehlt jedoch im Gegensatz zur →Bulimia nervosa das Kompensationsverhalten. Bei fehlender Kompensation der übermäßigen Energiezufuhr kommt es zum Auftreten von massivem Übergewicht. 10 % aller Übergewichtigen leiden an BED, dagegen erfüllen 30 % … Weiterlesen …

Thiazolidindione

(npl) →Orale Antidiabetika mit adipogener Wirkung, in Deutschland noch nicht zugelassen. Wirkung über →PPARγ Aktivierung in der Peripherie (Muskelzelle), Verbesserung des Glukoseabstroms in der Peripherie.

Harnsäure

(f) Endprodukt des Purinstoffwechsels. Bei Erhöhung der Harnsäurekonzentration des Blutes kommt es zur →Hyperurikämie. Hyperurikämie und →Hypertriglyzeridämie sind häufig assoziiert, wobei ein gemeinsamer Stoffwechseldefekt nicht nachgewiesen werden konnte. Eine Therapie mit Allopurinol senkt z. B. die Triglyceride nicht. Anzunehmen ist eher, dass bestimmte Umstände, z. … Weiterlesen …

Kurzdarm-Syndrom

(n) Entsteht nach umfangreicher Dünndarmresektion. Bei einer Jejunumentfernung adaptiert sich das verbliebene Ileum an die Flächenabnahme in Form einer Hypertrophie der Villi und Krypten. Ab einer Resektion von mehr als 2,5 m reicht die Adaptationsfähigkeit nicht mehr aus und es kommt zu einer →Malabsorption. Ungünstiger … Weiterlesen …

PPAR

(m) Synonym: Peroxisomen-Proliferator-Aktivator-Rezeptor Die Bindung bestimmter Liganden, der Peroxisomen-Proliferatoren, aktiviert Rezeptoren der Steroid-Rezeptoren-Gruppe, der PPAR-Gruppe. Es handelt sich um Transkriptionsfaktoren, welche z. B. bewirken, dass die Enzymbildung der →peroxisomalen Fettsäureoxidation steigt. Verschiedene Subtypen von PPAR hat man identifiziert. Dabei spielt PPAR-α eine führende Rolle bei … Weiterlesen …